
Nachhaltige Werbung
Print-Werbung ist sauber!
Weitestgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit hat sich das Druckgewerbe in den letzten Jahren zu einer sauberen Industrie entwickelt. Gedruckte Werbung ist nicht nur besonders wirksam, sondern im Vergleich auch umweltfreundlich und besonders nachhaltig. Was Sie zusätzlich beachten können, wenn Sie ökologisch korrekt werben wollen.
Insbesondere die Papierindustrie steht immer wieder unter dem Verdacht, für maßlose Rodungen von Wäldern verantwortlich zu sein. Das liegt daran, dass in den vergangenen fünfzig Jahren der Papierkonsum von 30 kg pro Kopf und Jahr auf inzwischen fast 260 kg explodiert ist. Da der Anteil der grafischen Papiere am Gesamtverbrauch nur bei ca. 30 % liegt, ist nur ein Teil davon dem Bereich Werbung zuzuordnen.
Nachhaltige Papierherstellung
Die europäischen Papierhersteller verpflichten sich seit vielen Jahren zu Nachhaltigkeit. Europäisches Papier stammt aus bekannten, kontrollierten Quellen. Es wird nicht mit Chlor gebleicht. In grafischen Papieren befinden sich zu 66 % wiederverwendete Fasern. Grundsätzlich gilt, Papier ist im Gegensatz zu den elektronischen Kommunikationsmitteln ein sehr umweltfreundliches, nachhaltiges Informationsmedium.
Es ist wiederverwendbar und kompostierbar. Es ist zu 100 % aus natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen. Papier kann bis zu sieben Mal recycelt werden, und am Ende kann es zu Biotreibstoff verarbeitet werden. Nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet Klimaschutz in vielfältiger Weise: Pflanzen binden CO2, speichern Wasser, verhindern Bodenerosion und vieles mehr.
In der Regel erfüllen die europäischen Papiere die PEFC-Norm. Wenn Sie auf Ihren Drucksachen dokumentieren wollten, dass Sie nachhaltig erzeugte Rohstoffe einsetzen und Verantwortung zeigen, sollten Sie eine Druckerei suchen, die sich den anerkannten Qualitäts- und Umweltzertifizierungen stellt.
Saubere Druckereien
Moderne Druckereien haben in den vergangenen Jahren viel für Klimaschutz getan, denn ressourcenschonende Produktion ist auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll.
Am Beispiel Bernecker seien einige Entwicklungen aufgezählt:
- Keine Chemie und kein nicht kompostierbarer Abfall mehr in der Druckvorstufe. Der Entwicklungsprozess der filmlosen Produktion via Computer to Plate ist ein geschlossenes System. Alle Abfälle, Papierproofs und Druckplatten werden zu 100 % recycelt.
- Der Alkoholanteil im Feuchtwasser wurde von 14 % auf 7 % reduziert. Ziel für 2010 sind 4 %. Ab 2011 wird alkoholfrei produziert. Alle Maschinen sind an ein Recyclingsystem angeschlossen.
- Bernecker verwendet ausschließlich mineralölfreie Farben ohne Schwermetallanteil.
- Durch moderne Maschinen und gutes Farbmanagement sparen wir gegenüber 1990 ca. 70 % Makulatur und ca. 80 %. der Chemikalien zur Maschinenreinigung.
- Durch die Zertifizierung nach ISO 9001 verpflichten wir uns, den Wertstoffkreislauf ständig auf Nachhaltigkeit zu prüfen. Seit 2009 unterwerfen wir uns zusätzlich der Umweltnorm ISO 14001.
- Ergebnisse der Energieberatung 2008:
• Ersatz der Heizungsanlage durch eine moderne, kleinere: 20 % Primärenergieeinsparung
• Beleuchtung: Einsatz von Energiesparlampen
• ständige Überprüfung der Kompressoren auf Leckagen
• Einbau von Schnelllauftoren an den Laderampen
- Seit August 2010 bieten wir Ihnen an, Ihre Druckprodukte klimaneutral, besser gesagt klimakompensiert zu drucken.
Ihre Checkliste: So werden Sie umweltverträglicher
- Materialcheck: Leichtere Papiere bedeuten weniger Ressourcenverbrauch und weniger Gewicht. Achten Sie auf den Einsatz von PEFC- oder FSC- zertifizierten Papieren.
- Prüfen Sie den Einsatz von Recycling-Papieren oder Papieren mit hohem Recyclinganteil. Das muss nicht gleich Umwelt-Grau bedeuten, modere Umweltpapiere sind weiß!
- Lieferantencheck: bevorzugen Sie Partner mit klarem Umwelt-Management, so ist z. B. die höchste Stufe das ISO 14000- Zertifikat. Hier können Sie sicher sein, dass das Unternehmen umweltverträglich arbeitet.
- Ist Ihr Printprodukt 100 % recycelbar bzw. im Hausmüll zu entsorgen, oder stehen dem Veredelungen entgegen?
- Reduzieren Sie die Farbdeckung: Das geschieht vor der Plattenherstellung durch Ihre Druckerei, fragen Sie nach Unbunt oder UCR.
- Gestrichene Papiere benötigen weniger Farbe als Naturpapier, da sie weniger saugend sind.
- Farbmanagement-Systeme und PSO reduzieren den Farbeneinsatz und reduzieren die Makulatur.
- Fragen Sie, ob Ihr Drucker umweltverträgliche Farben benutzt.
- Zum Veredeln sollten Sie wasserlösliche Lacke einsetzen.
- Besprechen Sie mit Ihrem Partner das Format der Drucksache, Zusammendruck, Flächenoptimierung,
- Auflagen-, Inhalts-, Versandoptimierung. Nicht alles was gedruckt wird, wird auch benötigt. Hier können Sie am meisten Ressourcen und Geld sparen.
- Bogendruck ist grundsätzlich umweltverträglicher und qualitativ hochwertiger als Rollendruck, leider aber auch teurer. Allerdings, die Zeiten der verschwenderisch großen Mengen vorbei. Starten Sie Ihre Kampagnen besser zielgruppenorientiert, das schafft bessere Rücklaufquoten.
- Schauen Sie sich Ihren Herstellungsprozess an. Ist der noch zeitgemäß? Moderne Druckereien beraten Sie hier, meist haben sie auch ihre eigenen Prozesse besser im Griff.
News
Rotaract zu Besuch bei BERNECKER
Im Rahmen Ihrer regelmäßigen Treffen waren rund 30 Mitglieder der Rotaract Clubs Bad Hersfeld und Kassel zu Besuch bei Bernecker.[mehr]
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