Beipackzetteldruck an den Niagarafällen?

10.000 Meter über der Erde wird der Blick wieder klar. Aus dem Flugzeugfenster sind die letzten Schneefelder der nordamerikanischen Küste sichtbar, bevor es über den Atlantik geht.

28 Lebensjahre trennen mich von meinem jungen Geschäftsführer Sebastian Härtig, doch eins vereint uns im Herzen: Der Drang zur Weiterentwicklung und Innovation.

Je weiter wir gemeinsam im Flugzeug sitzend in Richtung „old germany“ vorankommen, desto deutlicher wird es, dass industrieller, digitaler, online Beipackzetteldruck Wirklichkeit werden kann.

Die Geschäftsführer von Die Pharmadrucker Conrad Fischer und Sebastian Härtig an den Niagarafällen

Beipackzetteldruck online

22. Mai 2018, die Maschine der Lufthansa hebt ab in Richtung SanDiego. Die Stadt an der amerikanischen Westküste ist nicht nur ein Eldorado für Surfer und Wassersportler, sondern auch Sitz des Entwicklungszentrums der Firma HP Printigsystems , unserem ersten Ziel in Nordamerika. Die Qualität der letzten Drucktests ist überzeugend. Alternative Online Druckverfahren sind bereits getestet. Jetzt geht es darum, die Maschine noch einmal auf Herz und Nieren zu prüfen. Das Verfahren Inkjet-Rollendruck.

Groß ist die Anlage, 25 Meter lang und bis zu 4 Meter hoch. Beindruckend, in welcher Geschwindigkeit und Präzision die Papierbahn fast geräuschlos durch die Maschine  rauscht. Wird Inkjet das in Zukunft bestimmende Druckverfahren? Noch ist nicht sicher, ob wir uns wirklich in diese Richtung einlassen werden. Wir wären der erste Kunde, der das Verfahren für den Druck von Beipackzetteln einsetzt. Überzeugend die Vorteile der Technik in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und Geschwindigkeit. Auftragswechsel gibt es keine mehr, Druckplatten sind Vergangenheit.

Die Maschine surrt in stoischer Präzision vor sich hin. Auftrag nach Auftrag wird ohne jede Hektik fertig. Fast schon gespenstisch für einen Drucker, der den Geruch von Druckerschwärze gewohnt ist. Egal, mit dem Ergebnis sind wir zufrieden und nehmen den Flieger nach Toronto.

 

Inlineweiterverarbeitung der gedruckten Beipackzettel

Es ist heiß. Die Gischt von 2,6 Millionen Liter/sec. herrabrauschenden, klaren Wassers kühlt unsere Gesichter. Niagara Falls ein Naturschauspiel der besonders spektakulären Art. Erst mal eine kleine Auszeit nehmen vor unserem nächsten Termin in Toronto.  Menschen aus aller Welt drängen in dichten Trauben auf die Aussichtsplattform. Alle wollen die Kraft der Natur so dicht wie möglich erleben.

Am nächsten Morgen die nächsten Tests. Die voll mit Beipackzetteln bedruckten Papierrollen aus San Diego sind schon eingetroffen und warten auf die Weiterverarbeitung. Steven, der Inhaber der Maschinenfabrik, ein lässiger Kanadier hat uns schon am Abend vorher heiß gemacht. „Wir erfüllen alle denkbaren Wünsche“ sagt er und grinst breit.

Na ja, alle Wünsche erfüllt die Maschine nicht, aber mit der Grundkonfiguration der Anlage entfällt  in Zukunft der Schneidvorgang. Plano Beipackzettel kommen  sauber, fertig abgestapelt hinten raus. Das ist aber erst der Anfang. Weitere Inline Verarbeitungsvarianten sind fast alle denkbaren Falzarten. Einen einzelnen Bruch zu falzen, würde uns am Anfang sicher genügen.

Beipackzetteldruck ohne Zwischenlager?

Zwei Tage später sind wir zurück in Frankfurt am Main. Die Morgensonne scheint durch das Kabinenfenster. Körperlich müde, aber aufgeladen mit vielen neuen Ideen steigen wir ins Auto nach Melsungen. Können wir bald auf jedes Zwischenlager verzichten? Wird es möglich sein, gedruckte Beipackzettel innerhalb von 24 Stunden ab Auftragserteilung zu liefern? Das Fester dafür ist weit geöffnet. Wir bleiben dran!

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